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| Hintergundwissen: Eine Einführung zu IPv6 |
IPv6 - das "Next Generation Internet Protocol"
Was ist IPv6?
IPv6 steht abgekürzt für „Internet Protocol
Version 6“. IPv6 wurde von der IETF (Internet Engeneering Task Force) entwickelt und soll die bisherigen IPv4-Adressbereiche (IP Version 4) ersetzen.
Regelungsbedarf
Für die Kommunikation im Internet benötigt jeder
Rechner eine IP-Adresse. Diese wird entweder dynamisch vergeben, beispielsweise
von dem jeweiligen Access-Provider an den Rechner eines Benutzers oder etwa
von einem Router, beziehungsweise ist einem Rechner fest zugewiesen (sog. „statische
IP-Adresse“).
IP-Adressen, so wie sie bisher bekannt sind, basieren auf dem
32-Bit IPv4-Standard. Ein Beispiel ist etwa die Adresse „192.168.0.1“
(gemäß RFC – Requests for Comment – ist der Adressraum
dieser IP-Adresse privaten Netzwerken vorbehalten). Theoretisch sind unter IPv4
etwa 4 Milliarden IP-Adressen möglich. Als dieser Standard in den späten
70er Jahren konzipiert wurde, konnte der heutige weltweit massenhafte und täglich
steigende Bedarf an IP-Adressen, hervorgerufen durch immer mehr an das Internet angebundene Systeme, natürlich weder kalkuliert
noch überhaupt vorhergesehen werden.
Resultat ist, dass der unter IPv4 weltweit zur Verfügung
stehende Adressbereich zunehmend knapp wird. Diesem
Problem versuchen etwa die Vergaberichtlinien der jeweiligen
RIRs (Regional Internet Registries, in Europa: RIPE
NCC) zu begegnen, indem Adressbereiche nicht „auf
Vorrat“, sondern nur mit einem Verwendungsnachweis
bezogen werden können. Access-Provider versuchen
zudem, die ihnen zugewiesenen Adressbereiche effizient
zu nutzen, in dem IP-Adressen dynamisch an Nutzer vergeben
werden. Doch gerade in dem europäischen und fernöstlichen
Raum ist ein Engpass zunehmend spürbar. Über
60% der der unter IPv4 möglichen Adressbereiche
sind allein dem nordamerikanischen Raum zugeordnet.
IPv4 hat dem weltweiten Netz bisher gute Dienste erwiesen –
zukunftstauglich ist dieser Standard jedoch nicht.
IPv6 – The next generation
Die Lösung des Problems heisst „IPv6“. Diese
„next generation“ der IP-Adressen basiert unter Verwendung des Hexadezimalsystems
auf einer 128-Bit Adresslänge. Es werden dadurch 2128 theoretisch mögliche
Adressen erreicht. Mit dieser immens grossen Zahl lassen sich zukünftig Adressen in Dimensionen vergeben,
die heute noch gar nicht erforderlich sind. So könnten theoretisch etwa einem einzelnen Haushalt noch Millionen an IP-Adressen zugewiesen werden. Mit Hilfe eines Zusatzprotokolles
(„Mobile IP“) ist auch die Unterstützung mobiler Endgeräte
(Handy, PDA, etc.) möglich. Zudem werden mit IPv6 eine Reihe von Problemen,
die bisher im Zusammenhang mit dem IPv4 –Standard auftreten, gelöst
werden. Insbesondere bei Routing-Konfigurationen werden Erleichterungen spürbar
sein.
Das Beispiel einer Adresse im IPv6-Format sieht folgendermaßen
aus:
6fe7:2a0:d4ee:ef3b:d4e5::0023
IPv6 Adressen sind regelmäßig
in 4 Hex-Werte (16 Bits) aufgeteilt, die von Doppelpunkten
getrennt werden. 4 Nullen in Folge „0000“
können etwa durch einen „::“ ersetzt
werden. Eine Adresse besteht im Regelfall aus zwei Teilen,
die die jeweiligen Netzwerke und Subnetzwerke identifizieren.
IPv6 soll den IPv4-Standard sukzessive ablösen. Die beiden
Standards werden dabei noch für einige Jahre nebeneinander existieren.
Doch sollten die notwendigen Anpassungen der Systeme an die Anforderungen des
neuen Standards frühzeitig vorbereitet werden, um eine Umstellung oder
Migration zu vereinfachen. Auch bei der Planung von Netzwerken ist das neue
Protokoll zu berücksichtigen.
Zuteilung durch Mainlab
Als Mitglied des RIPE NCC, der europäischen Vergabestelle
für IP-Adressen, können Kunden neben dem IPv4 Standard
auch IPv6 Adressbereiche für Ihre Systeme bei Mainlab anfordern. Die Anzahl an IP-Adressen,
die je Angebot inklusive sind, bezieht sich demnach sowohl auf IPv4 als auch
auf IPv6 Adressbereiche. Es sind natürlich die Vergaberichtlinien der
RIPE zu beachten.
Alle von Mainlab eingesetzten Systeme wurden technisch den Anforderungen für
den reibungslosen Betrieb auf IPv6 Basis angepasst und auch erfolgreich getestet.
Haben Sie weitere Fragen? Gerne lassen wir Ihnen ein entsprechendes
Angebot zukommen.
(th)
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