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Tarifmodelle für IP-Transit Services
Eine Übersicht der gängigen Abrechnungsmethoden für Transfervolumina.


Tarifmodelle für IP-Transit Services


Im folgenden haben wir die weltweit gängigen Tarifmodelle für IP-Transit Leistungen für Sie zusammengestellt. Eine feste Abnahme von Bandbreiten empfehlen wir ab einem Transfervolumen, das 1.000 Gigabyte übersteigt.

Tarifmodelle für IP-Transit
Volumen
Gemessen und berechnet wird das tatsächlich transferierte Datenvolumen.
 
 
Eingehender (incoming) und ausgehender (outgoing) Datenverkehr wird festgehalten und am Ende des Abrechnungszeitraumes (Monatsende) addiert. Die Abrechnung erfolgt je angefangenem Gigabyte.
 
Flat Rate
 
Die gesamte von Mainlab dem Kunden zur Verfügung gestellt Bandbreite wird monatlich berechnet. Dieses Tarifmodell ist nutzungsunabhängig.
 
Average (Mittelwert)
Allgemeines
Der Kunde wählt eine Bandreite, die monatlich fest abgenommen wird.
 
 
Es wird ein monatliches Nutzungsentgelt für diese feste Abnahmemenge sowie ein Preis pro weiterem angefangenem Mbit/s festgelegt. Datenverkehr kann bis zur maximalen Anschlussbreite oder bis zu einer sonstigen festgelegten Burst-Bandbreite übertragen werden („burstable“).
 
Messung
Alle 5 Minuten wird die durchschnittlich genutzte Bandbreite gemessen. Es wird jeweils ein Messwert für den eingehenden (incoming) und ausgehenden (outgoing) Datenverkehr festgehalten. Dies ergibt 288 Messwerte pro Tag und (bei einem Monat von 30 Tagen) 8.640 Messwerte im Monat.
 
Berechnung der Bandbreite nach Average-Methode
Am Ende des Abrechnungszeitraums (Monatsende) wird aus den festgehaltenen Messwerten ein Mittelwert (arithmetisches Mittel) gebildet. Die Mittelwerte für eingehenden und ausgehenden Traffic werden addiert und ergeben die genutzte Bandbreite.
 
Abrechnung

Liegt die auf diese Weise ermittelte Nutzung unterhalb der vertraglichen Mindestabnahme, so wird kein weiteres Nutzungsentgelt berechnet. Liegt die auf diese Weise ermittelte Nutzung oberhalb der vertraglichen Mindestabnahme, so wird die genutzte Bandbreite mit dem vereinbarten Preis pro weiterem angefangenem Mbit/s berechnet.

 
95%-Percentile

Anwendung

Diese Abrechnungsmethode ist im Carrier/ISP-Bereich bei Bandbreiten größer als 100 Mbit/s allgemein üblich.
 
Allgemeines
Der Kunde wählt eine Bandbreite, die monatlich fest abgenommen wird.
 

 

Es wird ein monatliches Nutzungsentgelt für diese feste Abnahmemenge sowie ein Preis pro weiterem angefangenem Mbit/s festgelegt. Datenverkehr kann bis zur maximalen Anschlussbreite oder bis zu einer sonstigen festgelegten Burst-Bandbreite übertragen werden („burstable“).
 

Messung

Alle 5 Minuten wird die durchschnittlich genutzte Bandbreite gemessen. Es wird jeweils ein Messwert für den eingehenden (incoming) und ausgehenden (outgoing) Datenverkehr festgehalten. Dies ergibt 288 Messwerte pro Tag und (bei einem Monat von 30 Tagen) 8.640 Messwerte im Monat.
 

Berechnung der Bandbreite nach
95%-Percentile

Am Ende des Abrechnungszeitraums (Monatsende) werden die festgehaltenen Messwerte in aufsteigender Reihenfolge sortiert, jedoch wird nur der jeweils höhere Messwert von „in“ und „out“ berücksichtigt. Nach Abzug von 5% der volumen­stärksten Messwerte (ca. 432 Messwerte) wird der verbleibende volumenstärkste Messwert für die Berechnung der ge­nutzten Bandbreite herangezogen.
 

Abrechnung

Liegt die auf diese Weise ermittelte Nutzung oberhalb der vertraglichen Mindestabnahme, so wird die genutzte Bandbreite mit dem vereinbarten Preis pro weiterem ange­fangenem Mbit/s berechnet.
 

Rechenbeispiel

Während eines Monats von 30 Tagen und gemessen alle 5 Minuten (300 Sekunden) werden 8.640 Messwerte festgehalten.

Beispiel von festgehaltenem Datentransfer:

Messwert 1 : 3.241 MB = 10,80 Mbit/s (3.241 / 300)
Messwert 2 : 2.596 MB = 8,65 Mbit/s (2.596 / 300)
Messwert 3 : 4.187 MB = 13,97 Mbit/s (4.187 / 300)
Messwert 4 : 2.978 MB = 9,93 Mbit/s (2.978 / 300)
… (Messwerte 5 bis 8.639)...
Messwert 8.640 : 3.195 MB = 10,65 Mbit/s (3.195 / 300)

Sofern der Kunde 10 Mbit/s fest abnimmt, sollte der Datentransfer 10 x 300 = 3.000 MB pro Messwert betragen.

Die volumenstärksten 5 % der Messwerte werden abgezogen. In obigem Beispiel würden daher Messwert Nummer 3 (13,97 Mbit/s) sowie 431 andere volumen­stärkste Messwerte abgezogen werden. Der verblei­bende volumenstärkste Messwert wird für die Berechnung der ge­nutzten Bandbreite nach der 95%-Percentile herangezogen.

 

Vorteil

Sogenannte „Peaks“, volumenintensive Messwerte, werden für die Berechnung nicht berücksichtigt. Sie bezahlen für die am meisten genutzten 5% des Monats überhaupt nichts. Dies entspricht fast 2 Tagen! Zugleich können Sie sicher sein, dass Mainlab entsprechende Bandbreitenreserven für Sie vorhalten wird.
 

Grafik

 

 

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